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Über mich

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Annette Sewing

Schon früh hatte ich zwei Leidenschaften in meinem Leben.
Die eine war Lesen. Tage- und nächtelang war kein Buch vor mir sicher. Und so ist es bis heute geblieben. Nur dass ich jetzt statt Astrid Lindgren, Alexandre Dumas, Ottfried Preussler u.m. Bücher von Byron Katie, Eckhart Tolle, Wayne Dyer, Debbie Ford, Neale Donald Walsh, Rüdiger Dahlke  und auch ein Kurs in Wundern und mehr  verschlinge.
Die zweite Leidenschaft war, im Gespräch mit meinen Mitmenschen zu sein, v.a. wenn es um deren Leben, deren erlebten Geschichten, deren Herausforderungen ging. Schon in der Schulzeit durfte ich mir oft die Geschichten meiner Mitschüler anhören.
Allerdings dauerte es noch viele weitere Jahre, bis sich diese beiden Bereiche in einer konstruktiven und heilsamen Weise miteinander verknüpften. Diese Synergie spiegelt sich heute in meiner Coachingarbeit wieder.

Beruflich habe ich mich erst auf die körperlichen Beschwerden der Menschen konzentriert und als Ärztin gearbeitet. Doch auch hier zeigte sich schnell, dass ich weniger symptomlindernd orientiert war als neugierig auf der Suche nach der Ursache der körperlichen Beschwerden.
Und auch hier verbrachte ich mehr Zeit damit, meinen Patienten zuzuhören als Pillen zu verschreiben.  Denn schnell zeigte sich im Gespräch, dass die Menschen meist unter ganz anderen Themen und Lebenssituationen litten. Und wenn sich eine Lösung in diesen Bereichen abzeichnete, wurden auch die körperlichen Beschwerden langsam weniger.
Es ging mir -wie Dorothea Mihm es sehr treffend formuliert hat- darum, den Menschen in der Krankheit zu sehen, und nicht die Krankheit im Menschen.

Insofern war es für mich die logische Konsequenz, vor 1,5 Jahren mein Arzt-Dasein zu verlassen und die Menschen auf anderen Ebenen auf ihrem Weg der Heilung (auch körperlich) zu begleiten und zu unterstützen.

Mein Leben lang war ich auf der Suche nach Antworten, v.a. was den zwischenmenschlichen Bereich anbelangt.  In vielen Gesprächen (beruflich wie privat) habe ich von den Irrungen und Wirrungen des Lebens erzählt bekommen, durfte meine eigenen nicht immer leichten Erfahrungen machen, war oft ratlos, verwirrt und hilflos… bis mir 2009 The Work von Byron Katie begegnete.

Mit The Work fand ich die seit langem ersehnten Antworten und zwar nicht im Außen, sondern in mir selbst. Das war neu und überraschend für mich und stellte sich als der effektivste und liebevollste Weg zu mir selbst, zu meinem inneren Frieden und damit auch zum Frieden mit meinen Mitmenschen heraus.
Die 4 Fragen von TheWork wurden der Schlüssel zu (m)einer neuen Lebenshaltung. Und endlich hatte ich auch ein Handwerkszeug gefunden, das den Menschen die Eigenverantwortung ließ und mit dem ich sie einfach nur dabei begleiten konnte, ihre ureigenen Antworten auf ihre Probleme zu finden, anstatt ihnen vorzugeben, was sie zu tun oder zu lassen hätten.
Seit 2013 bin ich vom vtw anerkannter Coach für The Work.

The Work ist jedoch nicht das einzige Handwerkszeug, das ich in den Coachingsitzungen anwende.
Weitere Therapiemethoden sind hinzugekommen. Insbesondere mein Steckenpferd, die Maya-Methode, die sich Anfang 2015 aus meiner Arbeit heraus entwickelt hat. Diese eignet sich besonders dafür, den unbewussten Seiten und Blockaden unseres Lebens auf die Spur zu kommen.
Somit verwende ich zwei äußerst kraftvolle Therapiemethoden aus der Schattentherapie, um unsere Schattenseiten ins Licht zu holen.
Bei Bedarf setze ich auch körperbezogene, manuelle Therapieansätze ein, um den Zugang zu tieferen Ebenen über den Körper zu finden.

Seit Anfang 2015 arbeite ich selbständig in meiner eigenen Coachingpraxis, begleite die Menschen dort in Einzelcoaching-Sitzungen durch ihre Prozesse, gebe regelmäßig Info-Veranstaltungen und leite auch Seminare.

Was mich noch in meinem Leben geprägt hat…
Definitiv meine 5 Kinder. Für eine Frau, die gar nicht bereit war, Kinder zu bekommen, bin ich vom Leben sehr reich beschenkt worden. Das „Ja“ zum ersten Kind bedeutete auch ein „Ja“ zu mir und meinem Leben, das ich bis zu dem Zeitpunkt noch nicht so klar formulieren konnte. Tief in mir wusste ich, dass ich endlich Verantwortung für mich und mein Leben übernehmen musste, wenn ich einem Kind das Leben schenke. Und diese Verantwortung implizierte auch, dass ich mich endlich meinen Themen stellen durfte. Ein Weg der Suche und auch des Findens begann und wurde im Laufe der Jahre immer intensiver.
Meine Kinder sind nicht nur das größte Geschenk des Lebens an mich, sie sind auch meine größten Lehrmeister. Durch sie durfte ich lernen, was sowohl bedingungslose Liebe bedeutet als auch ein echtes Miteinander und auch eine Engelsgeduld… Das Leben hätte mich durch keine bessere und liebevollere Schule schicken können.
Außerdem waren sie meine „Testpersonen“. Was nutzt die beste Methode, wenn sie nicht für Kinder geeignet ist? Also mussten meine Kinder (egal welchen Alters) mir immer und immer wieder – und oft auch wiederstrebend – zuhören, wenn ich ihnen davon erzählte. Dass sie z.B. The Work verstanden hatten, durfte ich eines Tages erkennen, als sie mich „mit meinen eigenen Waffen schlugen“ und mich bei einer unnötigen Einmischung meinerseits fragten, „in welcher Angelegenheit“ ich mich denn gerade befinden würde (die Angelegenheiten sind ein wichtiger Aspekt von The Work)?!?

Und dann ist da auch noch der große Bereich der partnerschaftlichen Liebe, der mich sehr geprägt hat.
Ich kann nicht behaupten, dass ich diesbezüglich geradlinig nach dem Motto: verliebt, verlobt, verheiratet, Kinder… gelebt habe. Im Gegenteil.
Und dennoch kann ich heute sagen, dass mich persönlich gerade dieser verschlungene Weg gelehrt hat, die Worte von Bodhi Ziegler verstehen und leben zu können: „Die Liebe holt – in einer Beziehung – in uns das an die Oberfläche, was noch nicht vollkommene Liebe ist und geheilt werden will.“ Heute weiß ich, dass diese Erkenntnis in ein befreites, wertschätzendes und erfülltes Miteinander führen kann und mich auch geführt hat.